Das Bauchgefühl

Ich war Anfang des Jahres auf einer Party. Einer Motto-Party. Ich habe ein Kleid, eine Strumpfhose, schwarze Handschuhe und einen rosa Schal getragen. Das Kleid war körperbetont. Ich habe Reaktionen bekommen, teilweise positive, teilweise einige, die mich nachdenklich gemacht haben.

Eine Reaktion war: „Bist du schwanger?“ Mir ist bewusst, dass ich nicht der schlankeste bin, ich mache – außer mit dem Rad zur Arbeit zu fahren – keinen Sport. Aber ehe ich anfange mich zu rechtfertigen, will ich eher beschreiben, was ich mir dabei gedacht habe. Also beim ersten Mal fand ich es noch lustig, bei der zweiten Person dachte ich mir „Ok, sieht anscheinend echt etwas komisch aus.“, bei der dritten Person habe ich dann gezweifelt: „Bin ich zu dick?“

Spannend ist, dass ich von der Kleidung her dem weiblichen Bild eher entsprach als vom generellen Eindruck her. Die Party und die (Ver-)Kleidung führten dazu, dass mein Bauch zum Thema wurde: Aber warum?! Während ich in meiner männlich sozialisierten Blase aussehen kann, wie ich will, wird mit weiblichen Aussehen mein Bauch zum Thema und gar die Assoziation „schwanger“ auf den ersten Blick zugesprochen. Was Kleidung alles für Reaktionen hervorruft!?!

Spannend finde ich auch, dass durch die Reaktionen von anderen mein Bauch in meinem Selbstbild mehr in den Fokus gekommen ist. Ich mache mir mehr Gedanken darüber, schaue bei Klamotten mehr, ob sie den Bauch betonen oder kaschieren und das wegen 3 Kommentaren auf einer Party auf der ich „verkleidet“ war. Verrückt. Interessant. Befremdlich.

Ich kann mir nach wie vor überhaupt keinen wirklichen Gesamteindruck davon machen wie stark gesellschaftliche Bilder auf Frauen* wirken, wie viel Gespräche vom Umfeld über Körper, zu-dick-sein auf Frauen* einen Einfluss auf deren persönliches Leben haben. Es muss krass sein. Mir reichen schon die Erfahrungen von der Party.

Was folgert daraus für mich? Ich habe ein anderes Bauchgefühl. Ich bin mir einmal mehr bewusst darüber, wie krass Aussagen über das äußere Erscheinungsbild auf andere wirken und werde mir Äußerungen diesbezüglich sehr viel vorsichtiger umgehen.

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Unbehagen beim Frauen*kampftag

Ich war am letzten Wochenende beim Frauen*kampftag in Berlin und hatte mich im Vorfeld schon sehr darauf gefreut. Mit über 3.000 Teilnehmer*innen meines Wissens die größte zentrale Veranstaltung zum Internationalen Frauentag in Deutschland seit Jahren.

Wie die Bündnis-Arbeit im Vorfeld ablief, weiß ich nicht genau, aber die Kritik daran, dass die Inter- und Transperspektive zu kurz kommen würde, hatte ich mitbekommen und die Kritik wurde auch in Redebeiträgen auf der Auftaktkundgebung geäußert. Dass auch kritische Stimmen am Aufruf und Frauen*kampftag-Begriff auf der Demo einen Platz bekommen haben, fand ich super, denn das Hinterfragen der Herangehensweise des feministischen Ansatzes bedarf immer wieder einer krtitischen Reflexion. Historisch gesehen ist der „Frauen*kampftag“ ein Tag, der innerhalb des zweigeschlechtlichen Denkens errichtet wurde. Von daher finde ich es erstmal per se auch nicht schlimm, sich darauf zu berufen. Allerdings ist der Diskurs inzwischen diverser geworden und kritisiert auch – zurecht wie ich finde – Zweigeschlechtlichkeit grundsätzlich. Dass die Grundsatzdiskussion über queeren Ansatz vs. Frauen*kampftag inzwischen auch den 8. März erreicht hat, finde ich persönlich eher als Fortschritt. Man sollte dies m.E. auch positiv sehen und nicht nur bemängeln, dass andere Perspektiven beim historischen entstandenen Frauen*kampftag (noch) nicht berücksichtigt wurden. Trotzdem sollte man das Unbehangen von einigen, die gerne am 8. März für einen queeren Feminismus streiten wollen, wertschätzen und wie eben auch auf der Demo geschehen einen Platz einräumen. Vielleicht gibt es ja irgendwann einen Internationalen Queerfeministischen-Kampftag…

Das weitere Unbehagen hatte ich bei der Behandlung von Parteiangehörigen von einigen Demo-Teilnehmer*innen. Es wirkte so, als ob Parteisymbole ein Freibrief wären Personen persönlich abwerten zu dürfen. So wurde bei Redebeiträgen von Parteiangehörigen dazwischen gegröhlt, lautstark „Buh“ gerufen. Ich kenne die Kritik auch von anderen Bündnissen, wo Parteisymbolik nicht erwünscht ist. Gegen Banner, wo Namen von linksautonomen Bündnissen, drauf stehen, habe ich die Kritik bisher kaum wahrgenommen. Ich bin der Meinung, dass es nur dann fair wäre auf Parteisymbolik zu verzichten, wenn alles Bündnisse und Organisationen als solche nicht erkennbar sind und man sich dann hinter dem Bündnis-Namen formieren würde. Man müssten im Vorfeld auf einen Aufruf verzichten, der mit Bündnis-Zugehörigkeit unterzeichnet werden kann. Das durchzusetzen wäre aber m.E. den Aufwand nicht wert. Zudem halte ich es für gefährlich, wenn man auch die Organisationen, die mit fragwürdigen Transpis oder Plakaten dabei waren, nicht mehr zuordnen kann. Schließlich ist es für Außenstehende auf der Straße anders nicht ersichtlich von wem das Bündnis unterstützt wird, was ich im öffentlichen Diskurs doch auch wichtig finde. Wenn es darum geht eine gewisse Vielfalt dazustellen und die Außenwirkung divers darzustellen, kann man m.E. über die Anzahl und Auswahl der Mittel diskutieren, aber die Parteien-Schimpfe fand ich etwas daneben. Es ging schließlich allen um die Sache und auch darzustellen, wo die Personen sind, die gegen Feminismus stehen. Der Internationale Frauen*kampftag ist bunt, inhaltlich vielfältig, bürgerlich und radikal. Ich denke man sollte das gemeinsame betonen und nicht einzelne Frauen* abwerten.

Am Abend wurde vom Bündnis eine Party organisiert bzw. beworben. Mal abgesehen von den nicht ganz gelungenen „Übergängen“ bei der Musik im Partyraum, war bei mir bereits ‚an der Tür‘ schon etwas Unbehagen da als ich von den Türstehern angesprochen wurde: „Na, wo willstn du hin?“ als ich mich der Tür näherte. Als ich meinte: „Hier ist doch die Frauen*kampftag-Party oder nicht?“ Kam ein: „Ja, da rein, bitte rechts zur Kasse gehen.“ Ich fand das nicht einen so sonderlich gelungenen Start des Abends von ausschließlich ‚männlichen‘ Türsteher*innen auf diese Art „hineingelassen“ zu werden. Es wirkte so als ob das Machtverhältnis von den Türstehern ausging und nicht von den Veranstalter*innen. Das Unbehagen war dann noch größer als eine Freundin schilderte, dass sich Türsteher um eine Person kümmern wollten, der es auf der Frauen*-Toilette nicht so gut ging. Da offensichtlich im Security-Team gar keine Frauen* dabei waren, meinte ein Türsteher sich kümmern zu müssen, obwohl auch andere Personen anwesend waren, die die Situation im Griff hatten und sagten, dass die Security nicht benötigt wird. Das hielt den Türsteher jedoch nicht davon ab, trotzdem die Person weiter zu berühren.

Dass es auch anders geht, wurde bei der Party bewiesen, wo wir dann im Anschluss noch hingegangen sind. Dort wurde am Einlass zwar auch gefragt, ob wir wissen, was heute für ne Veranstaltung hier ist. Der Hintergrund war aber, dass sie wissen wollten, ob uns bewusst ist, dass es sich um eine queere Party handelt und was dies bedeutet. Hier waren auch Frauen* im Securtity-Team.

Insgesamt überwiegt bei mir trotz des Unbehangens bei vielfältigen Einzel-Situationen am Frauen*kampftag ein positives Gefühl. Es tut gut zu wissen, dass sich so viele Personen in Berlin zusammengefunden haben, um für Feminismus auf die Straße zu gehen, sich gegenseitig Mut zu machen, dass man für die richtige Sache eintritt, sich zu stärken für einen kämpferischen bunten Feminismus. Ich würde mich freuen, wenn das Bündnis die Arbeit fortsetzt und der Protest im kommenden Jahr noch größer wird und das Unbehagen kleiner wird.

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Frauen*kampftag 2014

Ich starte nach langer Blog-Post-Pause ins neue Jahr mit Feminismus bzw. dem internationalen Frauentag.

Blick zurück

Vor 3 Jahren hab ich zusammen mit Sina Doughan, als ich noch im Frauen- und Genderrat der Grünen Jugend war, diesen Reader erstellt:

Reader – 100 Jahr Weltfrauentag

Inzwischen hätte ich vermutlich einiges anders gemacht, aber in dem Reader steht doch einiges brauchbares drin (Chronologie, was man bei Aktionen beachten muss, Aktionsideen, Fotos von Aktionen, Equal Pay Day).

Letztes Jahr war noch Kristina Schröder im Amt als Frauenministerin. Aber dazu hat Charlott bereits einen guten Text geschrieben: „Ich werde keine Tränen weinen, Kristina!“ Damit sind 4 Jahre Stillstand vorbei. Manuela Schwesig muss nicht so viel machen, um es besser zu machen, aber ich hoffe doch, dass positive Initiativen auch gegen den Widerstand der Union durchgesetzt werden können. Die Ankündigungen waren bisher zwar noch ziemlich vage, aber im Koalitionsvertrag sind einige positive Schritte (bspw. gesetzliche Quote für Aufsichtsräte) skizziert. Bleibt zu hoffen, dass nicht wieder sowas wie das Betreuungsgeld am Ende auch Teil der Groko-Beschlüsse wird. Aber ich habe Hoffnung, dass es diesmal besser wird.

Blick nach Vorne

Frauen*kampftag 2014

Unter http://www.frauenkampftag2014.de/ gibt es ein Bündnis, was für den 8.3.2014 zu einer bundesweiten Demo nach Berlin mobilisiert. Hier das sehenswerte Mobi-Video:

 

Das Bündnis wurde schon näher beleuchtet:

Zudem organisieren sich schon Blogs/Blöcke für die Demo:

Ansonsten habe ich mich mal umgeschaut, was dieses Jahr so von anderen schon zum Frauen*kampftag geschrieben wurde.

Wir sehen uns bei der Demo! Ich freu mich drauf!

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Konsens

Dieser Text wurde beim Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND beim Poetry Slam vorgetragen:

Konsens

Ich hab lange überlegt, was man slammen kann,
aber nach einer gewissen Zeit habe ich irgendwann,
gedacht, dass ich lieber will nen Rap performieren,
dafür muss ich mich glaub ich nicht genieren.
Der Rap soll handeln von der den schönen netten Dingen,
denn aggro-Rap hört man schon genug erklingen.

Wenn Menschen sich lieben, dann ist das immer toll,
egal ob nüchtern oder total voll,
Hauptsache es findet im Konsens statt,
denn Druck und Zwang macht alles SCHÖNE platt.
Drum hab ich mir da ne Refrain ausgedacht,
der eigentlich so das Konzept ausmacht.

Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!
Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!

Drum werb ich hier heute für das Konsens-Konzept
was jetzt bedeutet, dass man jetzt ein paar Fragen rapt
Kann ich dich umarmen? Ist das für dich ok?
Ne tut mir Leid, ich will nicht, bitte geh.
Egal was passiert, es muss im Konsens geschehen
oder du darfst keinen Schritt weiter gehen
Ich wollte dich mal grad fragen, darf ich dich hier berühren?
Voll lieb, hätt nix dagegen, wenn du willst mich verführen.

Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!
Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!

Schranken zu respektieren, gehört einfach dazu
und wenn du das nicht checkst dann geb bitte ruh
Für Konsens braucht man Vertrauen
aber anschließend kann man darauf bauen,
dass alles so gemeint ist – jeder Schritt ok
ansonsten lass es sein und im Zweifel bitte geh

Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!
Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!

Die Mehrheitsgesellschaft ist hetero-normal tolerant
doch der Mainstream hat dabei noch nicht erkannt
die Vielfalt der Menschen ist einfach so groß
da passen manchmal mehr als ein Mensch auf den Schoß
egal wie sie aussehen und welcher Geschlechtlichkeit,
die Gesellschaft ist für alle Liebe wohl noch nicht ganz bereit.

Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!
Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!

Dabei frage ich mich auch, Was soll dieser ganze Beziehungskonzept-Mist,
der uns einengt und oft nicht so das Wahre ist.
Alles teilen und das nur noch zu zweit,
schränkt doch etwas ein, man ist vielleicht für mehr bereit.
Aber auch das sollte immer im Konsens geschehen
ansonsten kann da auch was daneben gehen.

Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!
Druck, Zwang, Kackscheiße – NEIN DANKE!
wir woll’n kein übertreten einer selbstgesetzten Schranke!

Ein übertreten einer selbstgesetzten Schranke
Dazu sag ich nur eins: NEIN DANKE!

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Shitstorm-Demokratie aka „Die Hype-Gesellschaft“

Ich hatte vor einiger Zeit mal die Idee einen Artikel über „Shitstorm-Demokratie“ zu verfassen, aber irgendwie ist nie was draus geworden…wie so aus einigen Ideen. Vielleicht habe ich mich sehr mit zu vielen Hypes beschäftigt.

Deshalb fand ich es jetzt großartig, dass Katrin Rönicke in ihrem Blog ihren Vortrag „Die Hype-Gesellschaft“ , den sie zusammen mit Marco Herack bei der Open Mind (#om12) gehalten hat, samt Folien und Video veröffentlicht hat.

Ich hab mir das Video angeschaut und finde es zur Selbstreflektion über Hypes, Gruppenverhalten, Angepasstheit, Mehrheitsgesellschaft aber vor allem die Rückspiegelung des Umfelds in sozialen Netzwerken echt interessant und spannend. Reinschauen lohnt sich!

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Q

This video was made a spart of the youth seminar „Queering Green Theory/Greening Queer Theory“ which was held in the city of Zagreb, Croatia from 11. – 16. Of April 2012. and was organized by FYEG (Federation of Young European Greens) in cooperatio with GEF (Green European Forum).

Q from AlMax studio on Vimeo.

Here you can find the final statement of the seminar: https://queeringgreens.wordpress.com/2012/06/04/final-statement-from-zagreb-seminar/ Have also a look at other posts in that blog: https://queeringgreens.wordpress.com/

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Mehr Gendersensibilität wagen

Habe eben den Artikel über Sylvia Lohrmanns Forderung nach Trennung der Geschlechter gelesen: „NRW-Schulministerin fordert getrennten Unterricht“(WELT, 04.06.2012) und mich über viele Formulierungen aber auch die wesentlichen politischen Aussagen geärgert.

Natürlich gibt es Studien darüber, die belegen, dass in geschlechtshomogenen Gruppen, die Unterschiede innerhalb der Geschlechtergruppe nicht mehr so deutlich spürbar sind, aber ich fänd es eigentlich besser an die Ursachen ranzugehen und nicht unbedingt die nur die Folgen zu bekämpfen.

Etwas geärgert habe ich mich aber über die einseitige Aufforderung an die Lehrkräfte:

„Lehrkräfte müssen darauf vorbereitet werden, dass Mädchen einen anderen Zugang brauchen, um anzubeißen“, sagte Löhrmann. „Mädchen brauchen eher einen Anwendungsbezug, während viele Jungen Technik an sich fasziniert.“

Ich glaube nicht, dass Jungs „an sich“ an Technik fasziniert sind! Wenn wer Studien dazu hat, wäre ich sehr dran interessiert ebenso, wo steht, dass Mädchen „eher“ einen Anwendungsbezug brauchen.

Es liegt doch daran, dass vieles, was mit „Technik“ zu tun hat bei Mädchen oft nicht mehr als Technik gekennzeichnet wird: Weiterlesen

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Überwachung auf welcher Grundlage?

Die Partei DIE LINKE wird durch den Verfassungsschutz beobachtet. Helge Limburg, GRÜNER Landtagsabgeordneter in Niedersachsen, hat in eindrucksvoller Rede

viele Argumente vorgebracht, die gegen eine Beobachtung der Linkspartei sprechen bzw. bei einem Gleichbehandlungsgrundsatz es durchaus viele Anhaltspunkte gäbe vor allem auch die Union zu beobachten. Weiterlesen

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Heimat – Nein danke!

Die GRÜNEN in Bayern wollen den Heimatbegriff neu definieren, umdeuten, neu erfinden, wichtig vor allem „nicht mehr der CSU überlassen“. Im Rahmen von dem „Mein Bayern“-Prozess, gehört „Heimat“ für die Parteistrateg_innen offenbar mit zum Konzept. Es geht gar nicht mehr um das „ob“, sondern um das „wie“.

Julia Seeliger hatte für sich bereits 2008 das „Heimat-Problem gelöst“ und dabei Karl Bär sinngemäß zitiert:

Heimat ist da, wo ich die Welt retten will.

Sepp Dürr, der als kulturpolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, das Thema und den Kongress maßgeblich mit gestaltet hat, macht in der Mitgliederzeitung „grüen“ einen Rundumschlag über den Begriff und stellt dabei auch viel kritisches heraus (Sepp Dürr: heimat muss man sich schaffen, S. 6-8). Ich teile einiges von dem, was er da schreibt, aber die Schlussfolgerung ist, dass der „vage“ Begriff benutzt werden soll. Das Schlusswort ist m.E. aber keine Begründung, sondern eine These: „Eine Politik, die die Menschen und ihre Bedürfnisse ernst nimmt, muss die Sehnsucht nach Heimat, nach Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit, ernst nehmen. Nicht zuletzt deshalb, weil wir selber dieses Bedürfnis haben.“ Welche Sehnsucht nach Heimat? Wer ist denn „wir“ an dieser Stelle? Weiterlesen

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AlsterEISvergnügen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gab auch ein paar Eindrücke in der Tagesschau, dort bin ich auch im Hintergrund (unscharf) zu sehen…haltet nach der roten Mütze ausschau 😉

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